Parken unterm Sonnendach

m Flughafen im nordrhein-westfälischen Weeze installierte die EEPro GmbH Carports mit einer 25.000 Quadratmeter großen Solaranlage – in Rekordzeit.

Solarmodule, so weit das Auge reicht: Am Airport Weeze parken die Fluggäste gut geschützt unter einem solaren Carportsystem.

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Jan Kiermaier bringt so leicht nichts aus der Ruhe. Der Geschäftsführer der EEPro GmbH im bayerischen Simbach bei Landau ist Experte für Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen. Zahlreiche Projekte hat er mit seinem Team bereits weltweit gestemmt. Doch rund 1.500 Parkplätze am Flughafen Weeze mit einem solaren Carportsystem auszustatten, war selbst für ihn keine leichte Aufgabe. „Von der Freigabe der Pläne bis zur Inbetriebnahme der Anlage hatten wir nur sechs Wochen Zeit“, erinnert sich Kiermaier.

Gut geplant 

Die Carport-Unterkonstruktion, die Photovoltaik-Module und Wechselrichter sowie diverse Elektrokomponenten mussten just in time auf der Baustelle eintreffen. Kiermaier setzte auf bewährte Partner, mit denen er bereits bei der Planung technische Herausforderungen gemeistert hatte: „Die 66 Carport-Einzelmodule sind bis zu 35 Meter lang und 13 Meter tief. Hier den optimalen Winkel zur Stromerzeugung und die geforderte Mindesteinfahrtshöhe zu realisieren, war alles andere als trivial“, sagt er. „Da mussten wir die technischen Möglichkeiten maximal ausreizen“, betont Kiermaier.

Sportliche Leistung 

Auch für die Kabel landete der EEPro-Geschäftsführer bei einem bewährten Partner: „Wir arbeiten bereits seit einigen Jahren mit HELUKABEL zusammen und sind rundum zufrieden. Dass HELUKABEL die großen Kabelmengen in der extrem kurzen Zeit liefern konnte, war bei diesem Projekt zusätzlich entscheidend.“ Die große Menge an vordefinierten Kabeln so schnell und punktgenau zu liefern, erforderte auch dort einiges an Organisation, berichtet Günter Ehrentreich, Gebietsverkaufsleiter im Vertrieb Süd bei HELUKABEL: „Außendienst, Innendienst und Versand zogen an einem Strang. So konnten wir das Projekt in der knappen Zeit erfolgreich stemmen.“

70 Kilometer SOLAR-PV1-F-Kabel leiten heute den Strom vom Modul zum Wechselrichter. Ein NYY-O-Kabel verbindet diesen mit den Niederspannungsverteilern. Von dort transportieren NAYY-J-Kabel den erzeugten Strom zu den Trafostationen. „Für das Onlinemonitoring der Wechselrichter und zur Regelung der PV-Anlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz haben wir außerdem das Datenkabel PAAR-TRONIC-Li-2YCYv im Einsatz“, sagt Kiermaier. Insgesamt wurden 15.296 Solarmodule auf diese Weise verkabelt – und sein Plan ging auf: Reisende parken am Flughafen nun vor Sonne, Regen und Hagel geschützt, während die Solarmodule auf dem Dach bis zu vier Megawatt Strom in das Netz des Betreibers einspeisen.