Abenteuer Ausland

HELUKABEL kooperiert mit der Dualen Hochschule Stuttgart und hat drei Studenten in seine Tochtergesellschaften nach Thailand, Südafrika und in die USA geschickt. Was sie dort erlebt haben, erzählen sie hier.


USA

Ich bin Matthias Volkmer und war im Rahmen meines Studiums der Wirtschaftsinformatik für zwei Monate bei HELUKABEL in den USA. In Elgin, Illinois, das in den Außenbezirken von Chicago liegt, arbeiten 16 Kollegen im Innendienst. Meine Aufgabe war es, eine Analyse der Logistikprozesse und die Evaluierung von drei Softwarelösungen zu erstellen, um die logistischen Vorgänge zu automatisieren. Mein Praktikum startete deshalb im Warenlager, damit ich eine konkrete Vorstellung von den Abläufen bekam. Eine tolle Abwechslung zum Büroalltag war die Arbeit am Helukabel-Stand auf der IMTS; sie gilt als die größte Messe für Fertigungstechnologie in Nordamerika.

An den Wochenenden erkundete ich vor allem Downtown Chicago. Da durften natürlich die Magnificent Mile, der Navy Pier und der Millennium Park nicht fehlen. Ein tolles Erlebnis war auch die Aussicht aus einer der Glaskabinen des Willis Towers (früher Sears Tower), des höchsten Gebäudes in der „Windy City“. Abends habe ich den Tag des Öfteren bei einer leckeren Deep Dish-Pizza, einer Pizza im Format einer Quiche, ausklingen lassen. Und auch als Sport-Fan bin ich auf meine Kosten gekommen: Neben verschiedenen Footballspielen habe ich auch ein Basketballspiel der Dallas Mavericks mit Superstar Dirk Nowitzki besucht.

Der amerikanische Lebensstil liegt mir sehr: Die Lockerheit der Menschen, die Weite der Landschaft, die Größe der Stadt – ich kann mir sehr gut vorstellen, später einmal in den USA zu leben, und danke dem HELUKABEL-Team um Geschäftsführer Markus Dannheim für diese einmalige Erfahrung.


Thailand

Thailand war das erste asiatische Land, das ich, Judith Frank, bereist habe. Mein Bilderspeicher ist um mehrere Gigabyte ange­stiegen, mein Notizbuch ist um einige Dutzend Seiten voller und meine Wahrnehmung von der Welt hat sich um ein paar Grad erweitert. Einmal wollte eine Kollegin von mir wissen, ob es stimmt, dass man in Deutschland intensiv arbeitet und intensiv Freizeit macht. Und ja, im Vergleich zu Thailand stimmt es. Während in Deutschland Berufliches von Privatem eher getrennt ist, vermischt es sich in Thailand stark. Die Mitarbeiter essen zusammen, in der Freizeit macht man gemeinsam Sport und verbringt miteinander die Wochenenden. HELUKABEL Thailand liegt viel am Wohlbe­finden seiner Mitarbeiter. Auch der Teamgeist wird gestärkt, indem zum Beispiel alle gemeinsam vor der Arbeit meditieren; am Nachmittag trifft man sich zum Yoga.

Die Sprache der Thais ist Gesang. Eine kleine Veränderung in der Betonung des Wortes verändert seine ganze Bedeutung. Meine Kollegin Aei war unermüdlich dabei, mir die thailändische Sprache näherzubringen. Wir haben wieder und wieder an meiner Betonung gefeilt. Ob ich wirklich Fortschritte erzielt habe, wollte man mir sicher aus Höflichkeit nicht sagen. Den Thailändern ist Ästhetik auch sehr wichtig. Sowohl Männer als auch Frauen achten auf ein angemessenes Äußeres, Schönheit und Fitness. Bei der Ankunft im Büro schminken sich die Frauen besonders ausführlich, vor allem wenn Kundenbesuche anstehen.

Ich weiß es sehr zu schätzen, dass ich dank meiner Kollegen Thailand mit den Einheimischen zusammen entdecken konnte und so weniger aus der Perspektive einer „Farang“ (Fremden) das Land kennengelernt habe. Ich habe die Thais als sehr geduldige Menschen erlebt. Ihre Fürsorglichkeit ist bemerkenswert. Und anders als vorgewarnt, sind mir keine kriminellen Erlebnisse widerfahren, sondern eher das Gegenteil, nämlich viel Hilfsbereitschaft. Die Begegnungen werden mich noch lange begleiten und für jedes Erlebnis bin ich dankbar.


Südafrika

Mein Name ist Max Pleiger und die Zeit, die ich bei HELUKABEL in Südafrika verbringen durfte, war eine der besten meines Lebens. Bei meiner Ankunft am Flughafen von Johannesburg war ich sehr froh, dass mich Geschäftsführer Doug Gunnewegh abgeholt hat. Vermutlich hätte ich mich nicht auf Anhieb im Linksverkehr zurechtgefunden. Der ist genauso gewöhnungsbedürftig wie das Schalten mit der linken Hand. Selbst nach mehreren Wochen im Büro habe ich mich morgens immer noch dabei ertappt, dass ich auf der falschen Seite ins Auto steigen wollte.

HELUKABEL Südafrika ist vor Kurzem in ein größeres Gebäude umgezogen. Um die Prozesse im neuen Lager zu optimieren, sollte ich Auswertungen, Analysen und Verbesserungskonzepte vorstellen. Worauf es dabei ankommt, haben mir vorher die Spezialisten in Hemmingen beigebracht.

Die insgesamt 34 Kollegen haben mich sehr herzlich aufgenommen – und das nicht nur während der Arbeitszeit. Viele haben sich auch abends und am Wochenende die Zeit genommen, mir ihr Land zu zeigen. So waren wir zum Beispiel in Soweto (South-Western-Township) und haben das Haus von Nelson Mandela besichtigt – ein Muss, wenn man die Geschichte Südafrikas ganz nah spüren möchte.

Ein unvergessliches Erlebnis war auch der „Braai“-Abend bei der Familie eines Kollegen. Es gab gegrilltes Steak in allen Varianten, und dazu Pab, einen klebrigen Reis. Aber auch Springbock, Zebra und Krokodil landen hier öfters auf dem Grill. Mit Doug habe ich auch viel unternommen. Seine Leidenschaft ist das Motocrossfahren und an vielen Wochenenden haben wir gemeinsam das Gelände unsicher gemacht. Errol, der Außendienstmitarbeiter, der das Gebiet um Kapstadt betreut, hat mich sogar für ein paar Tage zu sich und seiner Familie eingeladen. Der Aufenthalt in Südafrika war wirklich eine unglaubliche Erfahrung, die mir auch durch die dortigen Lebensumstände gezeigt hat, dass man Kleinigkeiten nicht für selbstverständlich halten sollte. Erinnern werde ich mich aber vor allem an die Herzlichkeit meiner Kollegen.