Belastungsprobe Windenergie

Damit Wind zu Strom wird, müssen etliche Leitungen zuverlässig arbeiten – und dabei viele technische Anforderungen erfüllen. Für Anlagen auf der ganzen Welt kooperiert Entwickler W2E mit HELUKABEL.

Auf dem ganzen Globus haben sich Windkraft­anlagen mittlerweile einen festen Platz im Landschaftsbild erkämpft. Ihren Ursprung haben viele davon in Rostock, beim Entwickler für Windkraftanlagen W2E, Wind to Energy. Immer wieder kommt dort das Thema Leitungen auf den Tisch. Das bestätigt Dr. Torsten Schütt, Head of Electrical Engineering von W2E: „Natürlich denkt jeder zuerst an den Transport des erzeugten Stroms. Unsere Anlagen bewegen sich mittlerweile im Bereich von drei Megawatt. Es kommen also mehrere Tausend Ampere Stromstärke zusammen.“ Neben den eigentlichen Stromleitungen in Gondel und Turm gibt es aber noch viele weitere wichtige Kabel, die den Betrieb sicherstellen. Sie transportieren beispielsweise Daten der verschiedenen Sensoren für Druck, Drehzahl, Strom, Spannung, Temperatur oder Ölstand. Oder sie steuern verschiedene Motoren, die etwa Gondel und Rotorblätter ideal zum Wind ausrichten. Und auch außerhalb der eigentlichen Windkraftanlage geht es noch weiter: LWL-Kabel vernetzen den gesamten Windpark, damit der Betreiber jederzeit Liveinformationen von allen Anlagen ein­sehen kann. Uwe Schenk, Global Segment Manager Wind von HELUKABEL, steht W2E bei allen technischen Fragen zur Seite. „Wir haben uns schon früh mit dem Thema Windenergie beschäftigt und kennen die Herausforderungen. Mir persönlich ist und war es immer wichtig, vor Ort beim Kunden an der Anlage zu sein“, sagt er. „Nur so sieht und hört man, wo der Schuh drückt und welchen Beitrag wir als Kabelhersteller leisten können.“

Das sagen die Profis:

Dr. Torsten Schuett, Head of Electrical Engineering, W2E

„Windkraftanlagen für die gesamte Welt zu entwickeln, kann gerade durch die unterschiedlichen internationalen Richtlinien eine herausfordernde Aufgabe sein. Um den Aufwand für uns möglichst gering zu halten, sind wir deshalb sehr darauf bedacht, möglichst wenige verschiedene Leitungen zu kaufen, die dann aber jeweils für viele Länder zertifiziert sind.“

Uwe Schenk, Global Segment Manager Wind, HELUKABEL

„Gerade im Loop habe ich schon etliche Leitungen gesehen, die der Torsion nicht gewachsen waren. Die Folge waren Schlaufenbildung, Aderbrüche und Materialabrieb. Das führt zu Anlagenstillstand und teuren Wartungen. Um das zu verhindern, unterziehen wir unsere Leitungen gnadenlosen Langzeittests.“